Archiv der Kategorie: Parlandoparksonntag

LESUNG in der VOLKSBÜHNE

Wir solidarisieren uns mit der transmedialen Inszenierung in der Volksbühne und machen dort spontan am Freitag eine kleine Lesung mit Lyrik aus Wien, Berlin und Bayern!

Revolutionäres mit Verena Stauffer (Wien), Markus Hallinger (Bayern), außerdem Karla Reimert und Hendrik Jackson (beide Berlin), der auch moderiert.

FR (29.9.) um 20.30 Uhr im Sternfoyer (1.Stock)

2017-09-24 23.37.05
READING in der VOLKSBÜHNE!

Kurze Infos zu den Autor*innen:

Karla Reimert publizierte bei kookbooks „Picknick mit schwarzen Bienen“. Sie thematisiert religiöse und feministische Themen in einem aufregenden Miteinander von Kritik und Emphase.

Markus Hallinger lebt in Bayern und ist vielleicht einer der wenigen zeitgenössischen Lyriker, der Landschaftsdichtung im Zeitalter des Anthropozäns, jenseits von Kitsch und Idylle, eine Stimme gibt.

Verena Stauffer debutierte mit dem Band „Zitronen der Macht“. In ihren höchst sprachbewussten Gedichten spiegelt Politisches sich sowohl im Kleinen wie Großen, Alltäglichen wie verdeckt Gewaltsamen.

Hendrik Jackson (kookbooks, Herausgeber von lyrikkritik.de) moderiert den kurzen lyrischen Abend und ergänzt ihn um einige Texte aus seinem letzten Band „Im Licht der Prophezeiungen“.

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Das neue Jahr

… fängt gut an: Parlandopark auf der Hafenrevue des LCB. Hendrik Jackson spricht mit Daniel Falb. Gäste des Parlandopark können über fb bei uns Freikarten anfordern (begrenztes Kontingent)

Ihr seid alle herzlich eingeladen zu kommen!

hafenrevue_januar_2017_xl

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Erec Schumacher in „signaturen“ über den Atmosphärenabend

sehr schöne Zuammenfassung
hier zu finden

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BRAUSENDE BULGEN

Anlässlich des Erlanger „Poesie als Übersetzung“-Preises, der an Uljana Wolf geht (herzlichen Glückwunsch von uns! Wolf war übrigens auch ein Parlandopark-Gast, damals zusammen mit Ron Winkler und dem Ukrainer Vazyl Lozynksi, der inzwischen Winkler ins Ukrainische übersetzt hat), möchten wir darauf hinweisen, dass „Poesie als Übersetzung“ urprünglich Konzept und Untertitel der Reihe „abrasch“ in der „edition per procura“ war, der wunderschönen Buchreihe aus Südtirol/ Lana (wo momentan wieder das berühmte Festival stattfindet).

Dort erschien damals auch als erste Übersetzung im weiteren Sinn einer Übertragung von Duktus und Geist aus einem anderen Jahrhundert in dieses die „brausenden bulgen“ von Hendrik Jackson:

Flusswasser in der menschlichen Seele

Schon lange ist das Buch vergriffen, es gibt aber noch einige Restexemplare, die über jackson äd lyrikkritik.de (natürlich ohne Leerzeichen und @ statt äd) wieder bezogen werden können. Preis ist gestaffelt 15 Euro solange der Vorrat reicht. Die letzten 10 Exemplare werden dann 50 Euro kosten pro Stück. Einfach aus Prinzip. Und weil sie so schön sind, die Bücher.

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Mission erfüllt

image image image image imageDie Asche saugt sich mit der Luft der Hagia Sophia voll. Und dann wird sie ins Meer gestreut. image image

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Pilgerfahrt nach Konstantinopel – Burry your old love!

An alle Kreuzzügler der Poesie, Irrsinnsadepten, Schwärmer und Gescholtene, an alle Anarchisten und sonstige Spiritualisten, Freibeuter der Begriffe und Hornochsen der Liebe ! Seid ihr hochherzig und treublickend in die Welt hinausgezogen mit eurem heißen Herzen in der Hand, bereit für irgendeine unsinnige Liebe noch eure himmelhochjauchzendsten Ideale zu opfern? Ward ihr des Guten übervoll und mangelte es euch nur ein wenig an Erfahrung oder Verständnis? Oder umgekehrt, hattet ihr den Durchblick, aber wurdet von Abgründen geschluckt? Wie dem auch sei! HIGH TIME TO BURRY OLD LOVE Parlandopark lädt ein zu einem ASCHEMITTOCH, den 1. April, in die Galerie manière noire http://www.manierenoire.net/content/contact um 19 Uhr. Zweck: die Aschisierung alter unnützer Liebe und Ahänglichkeiten. Bringt eure alten Liebesbriefe oder sonstige Devotionalien mit. Sie werden kollektiv verbrannt, in einen kleinen Behälter gegeben und Parlandopark wird die Asche ZU OSTERN auf einer Pilgerreise zur Hagia Sophia bringen und in alle Winde zerstreuen! Wir werden dies hier mit Bildern dokumentieren, sodass ihr alle Anteil nehmen könnt an der Verwehung eurer alten, unschädlich gewordenen Liebe. OSTERMONTAG drauf feiern wir dann alle zusammen am Abend die Auferstehung der heißen Herzen und guten Wünsche, kurzum, der glückseligmachenden Liebe! BITTE UNBEDINGT anmelden, Zuschauer sind nicht zugelassen, nur Teilnehmende (wegen der Enge der Räume, aber „teilnehmen“ bedeutet keinen Zwang, irgendetwas zu tun). Bitte anmelden über jackson“äd“lyrikkritik.de Was als Aprilscherz beginnt, wird enden mit einer subjektiven Re-Christianisierung Istanbuls und der Heimkehr heißer Herzen, der Wiederauferstehung glückseligmachender Liebe, dem richtigen Leben im Richtigen etc. Wohlan, kommt alle zusammen, es ist höchste Zeit!

p.s. Inzwischen wurden wir darauf hingewiesen, es handle sich durchaus bei bury um ein Wort ohne rollendes Doppel-r, also kein türkisches oder albanisches oder russisches Grollen dürfe die wolken- und sorgenlosen Himmel der Kreuzfahrer durchrollen. Indes: ist es nicht ein Wink eines traurigen Gottes, dass sich dieses r schlichtweg festkrallt, ja fest-klettet und nicht von seiner Illusion lassen will, nicht zu Asche will? So ist es auch mit den Lieben und Anhänglichkeiten an die Vergangenheit und erst der Ostermontag bringt die Entrollung aller rollenden Kletten, die Entstachelung und freie Entfaltung.

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Виктор Iванiв – Wiktor Iwaniv (oder auch Iwaniw)

Der nowosibirsker Dichter, Übersetzer und Essayist Wiktor Iwaniv (oder Iwaniw, je nachdem was man als Äquivalent für sein im Russischen ungewöhnliche, „ukrainische“ i in Iwaniw wählt) hat sich  am Mittwoch, den 25.2., das Leben genommen.

Seine oft gemarterte Seele ruhe in Frieden! Er ist vor einigen Jahren auch im Parlandopark aufgetreten, zuletzt erschienen von ihm Gedichte und Prosa im Sonderheft „Sprache im technischen Zeitalter“, im  März wird der hochroth-Verlag ein  Buch mit Prosa: „autmonic stories“ – auf der Buchmesse Leipzig vorstellen. Unten möchte ich ein Gedichte anhängen, das zuerst im Oktober 2003 in den „Akzente, Heft 5“ erschien. Es beschreibt ein Fußballspiel.

Victor alive-8-2013
im kasten*

Im angestrahlten wald war ein süßes singen zu hören
die stimme Lemeschews drang ans ohr irgendwoher
trug ein windstoß wörter verdrehte sie ein kanarienvogel
imitierte sich selbst von unten wie durch eine platte kam
ein klopfen das regelmäßige geräusch vom aufprall eines balls
zusammen mit dem gesang sich vereinend wie
wie in einer einzigen kehle
gefiederte kinder liefen voraus drehten sich nicht um
oder führten ihre truppen zurück bis an ans gehäuse
jedes von ihnen und nicht nur wolodja pinigin
als stünde er nicht er steht auf schlammigem grund
die schlange glitt schnell durch die reihen erstarrter kinder
so hätte es aussehen können für den
der sie so durch das schlüsselloch beobachtet hätte
der klopflaut des balls hörte momentlang auf wie kurzes
kuckucksheulen die quälenden tage zählt
nur jene werden mich verstehen die selbst einmal diesen
im flug herausgepressten schrei der blase hören und sehen mussten
eng zusammengepferchte kinder ihre blicke zur erde gewandt
hinab wo der von schrecklichem schluckauf befallene wolodja
auf allen vieren kroch wie ein toter aus der erde
eines anderen morgens durch hingekleckste lichtflecken
ging ich erinnerte mich an zwei namen Wolodja und Wladik
ich nahm damals an der parade teil und schaute den pionieren
nach sie trugen pfingstrosen für den führer im trauerportrait.

 

*Anmerkung des Übersetzers: im kasten: russisch „kamera“ bedeutet sowohl Blase (des Balls), als auch Gehäuse (aber im urspünglichen, nicht sportlichen Sinn) und natürlich die „Kamera“ (die das Spiel aufnimmt?)

 

Seine Gedichte kann man hier lesen  https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&cad=rja&uact=8&ved=0CCEQFjAA&url=http%3A%2F%2Fwww.vavilon.ru%2Ftexts%2Fivaniv0.html&ei=1JH3VIiZIsrxaL3OgtAM&usg=AFQjCNFF0SDlJCKNSkQYaFAtFo8vSkIgWg&bvm=bv.87519884,d.d2s

Eine schöne linksammlung auch hier  http://postnonfiction.org/descriptions/ivaniv/

 

 

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